Aktuelle Presseartikel
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(GA - Griesheimer Anzeiger / GW - Griesheimer Woche / DE - Darmstädter Echo)
Ein Fall für Alle - GW vom 28.03.2026
„Ein Fall für alle“
Junge Krimikomödie mit coolen Sprüchen
Griesheim (red). Die Jugendgruppe der TuS Zwiebelbühne bringt laut einer Mitteilung in diesem Jahr die Kriminalkomödie „Ein Fall für alle“ auf die Bühne. Unter der Leitung von Marion Ehses haben sich die jungen Darstellerinnen und Darsteller für ein Stück von Dieter Bauer entschieden, das eine turbulente Klassenfahrt in den Mittelpunkt stellt.
Zum Inhalt des Stücks erklärt die Zwiebelbühne: „Auf der Zugfahrt in ein belgisches Landschulheim beginnt für eine Schulklasse ein unerwartetes Abenteuer. Zwei Kriminalbeamte übergeben vier Schülerinnen ein wichtiges Beweisstück zur Aufbewahrung. Nach der Ankunft im Landschulheim überlegen die Mädchen fieberhaft, wo sie das Kästchen am sichersten aufbewahren. Sie entscheiden sich schließlich für eine Mülltonne. Doch drei Mitschüler beobachten sie und wollen unbedingt herausfinden was die ‚Weiber‘ wo genau versteckt haben. Ein Katz- und Mausspiel nimmt Fahrt auf. Dabei haben alle die Rechnung ohne den Koch gemacht, der den Mädels und den Jungs ständig dazwischenfunkt. Der Zuschauer glaubt, alles zu wissen, und wird am Ende von den Ereignissen überrascht.“
Die Aufführungen finden am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, jeweils um 19 Uhr, sowie am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr statt. Tickets und weitere Infos: tusgriesheim.de/zwiebelbuehne
Guns 'n' Nuns - GW vom 14.03.2026
Guns 'n' Nuns - GW vom 14.03.2026
„Guns ‚n‘ Nuns“: Gemeinschaftsprojekt der TuS-Zwiebelbühne
Griesheim (gu). Mit „Guns ‚n‘ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“, einer Kriminalkomödie von Kai Hinkelmann, präsentiert die TuS-Zwiebelbühne im vereinseigenen Kultus derzeit ein unterhaltsames Theaterstück voller überraschender Wendungen. Die Inszenierung ist ein Gemeinschaftsprojekt. Das Ensemble selbst hat das Stück ausgewählt und gemeinsam über die Besetzung der Rollen und der Regie entschieden, was sich für die Mitwirkenden als „eine spannende und interessante Reise“ entpuppt. Dabei wurden, so scheint es, die jeweiligen Rollen den Griesheimer Amateurschauspielern quasi auf den Leib geschrieben. Sie alle überzeugen bei der Premiere mit Spielfreude und einer authentischen Darbietung. Regisseur Bernd Martens ist es gelungen, seine Schauspieler punktgenau einzusetzen und mit Schwung durch die Szenen zu führen.
Alles in allem handelt es sich bei „Guns ‚n‘ Nuns“ um ein zweistündiges humorvolles Theaterstück, das durch pointenreiche, sprachlich gewitzte Dialoge punktet, die Zuschauer zum Lachen bringt und einlädt, hinter die Geheimnisse der Bankräuber zu kommen. Nach einem gescheiterten Bankraub versteckt sich das Bankräubertrio Jack, Nick und Luigi im Kloster zum heiligen Gervasius. Jack, der Boss, verzweifelt nicht nur an den inkompetenten Mitgaunern, sondern auch an den Schwestern im Kloster, allen voran an der gestrengen Äbtissin Schwester Genista. Die Lage spitzt sich zu als die Polizei die Spuren der Bankräuber bis zum Kloster verfolgt und Ermittlungen aufnehmen will. Eine Entwicklung, die auch den Schwestern nicht gefällt.
Wer wissen möchte, wer hinter dem Bankraub steckt, wo sich das geraubte Geld befindet und ob die ehrbaren Schwestern im Herrn wirklich niemals lügen, dem sei der Besuch der vergnüglichen Theatervorstellung im Kultus empfohlen. Weitere Vorstellungen gibt es am heutigen Samstag, 14. März, sowie am Freitag, 20. März, und Samstag, 21. März, jeweils um 20 Uhr. Karten sind in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich oder können online auf der Webseite des TuS reserviert werden.
Weitere Infos:
tusgriesheim.de/zwiebelbuehne
Guns 'n' Nuns - GA vom 11.03.2026
Zwischen Weihwasser und Waffen
Die TuS-Zwiebelbühne präsentiert mit „Guns ‚n‘ Nuns“ eine spritzige Kriminalkomödie
Die TuS-Zwiebelbühne eröffnet ihre diesjährige Theatersaison mit „Guns ‚n‘ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“, einer Kriminalkomödie von Kai Hinkelmann, die durch pointenreiche, sprachlich gewitzte Dialoge punktet. Bei der Premiere wurde die Bühne im Kultus zu einem italienischen Kloster, das keineswegs fromme Ruhe ausstrahlte, sondern schnell zum Schauplatz aufregender Ereignisse avancierte.
Das von Bernd Martens inszenierte Stück bietet ein rasantes Theatervergnügen, das Witz, Tempo und Situationskomik verbindet und in dem die Grenzen zwischen Heiligkeit und schlitzohrigen Handlungen verschwimmen. Da gibt es Nonnen, die anscheinend mehr wissen, als sie zugeben, Handwerker mit betrügerischen Absichten und eine Polizei, die nicht alles im Griff hat.
Die Story ist hintergründig und mit reichlich Humor gespickt. Nachdem ihr geplanter Banküberfall schief geht, suchen drei Ganoven Zuflucht im Kloster „Zum heiligen Gervasius“. Notgedrungen treten die Gauner in den Dienst der Nonnen und schlüpfen in die Rollen der händeringend gesuchten Dachdecker sowie eines Gärtners. Doch die örtliche Polizei ist den Tätern dicht auf den Fersen. Beim Auftauchen der beiden Polizistinnen ist die Lage im Kloster völlig unübersichtlich. Als dann noch die Staatspolizei in die Ermittlungen eingreift, wird es zunehmend turbulenter. Es kommt zu überraschenden Wendungen, die Polizei verliert den Durchblick, die gestrenge Mutter Oberin hat offensichtlich ein wohl gehütetes Geheimnis und es knistert zwischen Weihwasser und Waffen.
Die Inszenierung der Zwiebelbühne ist ein Gemeinschaftsprojekt. Das Ensemble selbst hat das Stück ausgewählt und gemeinsam über die Besetzung der Rollen und der Regie entschieden. Dabei bewies es ein glückliches Händchen, denn die Griesheimer Amateurschauspieler überzeugten allesamt mit einer stimmigen Darbietung.
„In unserem Kloster werden keine Männerbekanntschaften geduldet“, macht die gestrenge Oberin Genista unmissverständlich klar. Heike Bialk spielt diese Rolle salbungsvoll, so wie man sich Mutter Oberin vorstellt und überrascht später mit durchtriebener Gerissenheit. Die gewitzte Schwester Culina, von Elvera Heyll köstlich in einer naiv-selbstbewussten Art dargestellt, teilt mit der Oberin ein Geheimnis, das sich nach und nach erschließt. Christian Zuckermann als dandyhafter Möchtegern-Ganove Jack hadert mit der Realität und verzweifelt nicht nur an den Nonnen, sondern auch an seinen inkompetenten Mitgaunern. „Soll ich ihn kalt stellen, Boss?“, fragt der geistig nicht so helle „Killer“ Nick, alias Andreas Droll, der ein ums andere Mal seine Pistole zückt. Auch der Fahrer Luigi, authentisch verkörpert von Claus Walther, ist nicht der Schlauste, ist er doch an der Bank vorbeigefahren und hat damit den Raubzug zum Scheitern gebracht. Seine entflammte Zuneigung zu Schwester Dulcia, hingebungsvoll gespielt von Rosemarie Fischer, und seine ominösen Aufenthalte im Stall sorgen für Heiterkeit beim Premierenpublikum.
Überzeugend mimt Sabine Rothenburger-Stoll die eifersüchtige Nonne Pecunia, die sich ständig beklagt, nicht in die Geschehnisse eingebunden zu werden. Und dann taucht mit Ljiliana Jozic eine junge Frau auf, wirft sich der Oberin zu Füßen und bittet um Aufnahme, die ihr als Schwester Peregrina gewährt wird. Allerdings outet sich die vermeintliche Schwester bald als Spitzel der Staatspolizei. Die örtliche Polizei wird dargestellt von Türkan Kocakafa als coole Inspektorin Rossi und Carina Stey als aufbrausende Kommissarin Valuzzi. Last but not least ist es Regisseur Bernd Martens gelungen, alle seine Schauspieler punktgenau einzusetzen und sie mit Schwung durch die Szenen zu führen.
Alles in allem handelt es sich bei „Guns ‚n‘ Nuns“ um ein unterhaltsames Theaterstück, das die Zuschauer zum Lachen bringt und einlädt, hinter die Geheimnisse der Bankräuber zu kommen. Wer von den beteiligten Personen spielt falsch? Diese Frage und wer das geraubte Geld wo aufbewahrt, sei hier nicht verraten. Auch nicht, wie Schwester Oberin die Situation mit den drei Männern im Kloster löst. Es lohnt sich also, eine der folgenden Vorstellungen zu besuchen, um herauszufinden, ob ehrbare Schwestern im Herrn wirklich niemals lügen, ob es im Kloster Brot und Rüben mit oder ohne Butter gibt, ob Nick jemanden umbringt und was Patrizia mit dem Geldkoffer macht. Weitere Vorstellungen im Kultus gibt es am 13., 14., 20. und 21. März, jeweils um 20 Uhr. gu

Bei der Premierenvorstellung des Stücks „Guns ,n‘ Nuns“ nahm die TuS-Zwiebelbühne ihr Publikum mit in die Szenerie eines gescheiterten Banküberfalls und die Versuche der Ganoven der Polizei in einem Kloster zu entwischen. Dabei sorgten (v.l.n.r.) Heike Bialk als die gestrenge Oberin Genista, Elvera Heyll als die gewitzte Schwester Culina, Claus Walther als Fahrer Luigi, Rosemarie Fischer als Schwester Dulcia und Christian Zuckermann als der Möchtegern-Ganove Jack für viele Lacher. gu-foto
"Guns 'n' Nuns" - GA vom 14.02.2026
Zwischen Weihwasser und Waffen
TuS-Zwiebelbühne spielt Komödie „Guns ’n’ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“ im Kultus
Mit einer ebenso turbulenten wie humorvollen Kriminalkomödie startet die TuS-Zwiebelbühne in ihre diesjährige Theatersaison: „Guns ’n’ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“ von Kai Hinkelmann verwandelt die Bühne im Kultus in ein italienisches Kloster und verspricht beste Unterhaltung mit überraschenden Wendungen.
Im Mittelpunkt der Inszenierung steht ein Banküberfall, der gründlich schiefläuft. Drei Ganoven suchen ausgerechnet im Kloster „Zum heiligen Gervasius“ Zuflucht. Um nicht aufzufliegen, schlüpfen sie kurzerhand in neue Rollen: Als händeringend gesuchte Dachdecker und Gärtner treten sie in den Dienst der Nonnen. Doch die örtliche Polizei ist den Tätern dicht auf den Fersen. Spätestens als zwei Polizistinnen im Kloster auftauchen, wird die Lage unübersichtlich. Und als auch noch die Staatspolizei in die Ermittlungen eingreift, nimmt das Chaos seinen Lauf.
Was folgt, sind überraschende Wendungen, ermittelnde Ordnungshüterinnen, die zunehmend den Überblick verlieren, eine gestrenge Mutter Oberin mit einem wohlgehüteten Geheimnis und jede Menge knisternde Spannung zwischen Weihwasser und Waffen. Die Kriminalkomödie verbindet Witz und Tempo mit einer guten Portion Situationskomik und lädt das Publikum ein, selbst mitzurätseln: Wer spielt hier welches Spiel und wer behält am Ende die Nerven?
Die Inszenierung ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt der Zwiebelbühne. Das Ensemble hat das Stück gemeinsam ausgewählt und zusammen über Rollenbesetzung und Regie entschieden. Für alle Mitwirkenden sei diese Herangehensweise eine spannende und interessante Reise gewesen ein Prozess, der sich nun auf der Bühne widerspiegelt, berichtet die Gruppe.
Aufführungen sind am Freitag, dem 6., Samstag, dem 7., Freitag, dem 13., Samstag, dem 14. März, Freitag, dem 20. und Samstag, dem 21. März, jeweils um 20 Uhr. Karten sind in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich und können online unter www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne reserviert werden. km

Die Proben für das neue Stück der TuS-Zwiebelbühne laufen auf Hochtouren. Am Freitag, dem 6. März feiert „Guns ’n’ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“ Premiere. Das Bild zeigt (v.l.n.r.) Claus Walther, Heike Bialk und Rosi Fischer sowie im Hintergrund: Christian Zuckermann und Andreas Droll bei den Proben. privat-foto
"Das Herz eines Boxers" - GA vom 26.11.2025
„Nie zu spät, die Richtung zu ändern“
Gemeinsam zurück ins Leben: TuS-Zwiebelbühne präsentiert das Stück „Das Herz eines Boxers“
Es ist kein Stück mit großen Gesten, sondern eins mit großem Gefühl, das Sascha Stey von der TuS-Zwiebelbühne inszenierte. Die aktuelle Theaterinsznierung „Das Herz eines Boxers“ der Griesheimer Amateurschauspieler erzählt vom Stolz, vom Scheitern und von der leisen Hoffnung, dass es nie zu spät ist, die Richtung zu ändern.
Bereits seit der Uraufführung 1996 am Grips-Theater in Berlin brennt Sascha Stey für dieses Jugenddrama von Lutz Hübner, das 1998 mit dem Deutschen Jugendtheater-Preis ausgezeichnet wurde. Nun hat er sich seinen Traum erfüllt und führt zum ersten Mal Regie bei der Zwiebelbühne. In dem kammerspielartigen Kurzstück mit sieben Szenen entfaltet er behutsam die Geschichte von Jojo (Janis Kontek), einem jugendlichen sympathischen Großmaul mit Witz und dem alternden Preisboxer Leo (Jörg Seelbach) und beschreibt die Entstehung einer Freundschaft zwischen zwei Generationen.
Stumpfsinnig und schweigend sitzt der ehemalige und einst im Ring gefürchtete Boxer seine Tage im Altenheim ab. Seine Ruhe endet abrupt, als der Teenager Jojo mit seiner großen Klappe auftaucht, der wegen eines Mofa-Diebstahls seine Sozialstunden im Altenheim ableisten und die Wände anstreichen muss. Weil Jojo dabei von dem stoischen Leo ignoriert wird, gerät er in seinen Selbstgesprächen zunehmend in Rage. Auf diese Weise erfährt der Zuschauer, dass der junge Draufgänger eigentlich gar nichts verbrochen, sondern die Strafe nur auf sich genommen hat, um einem Mädchen zu imponieren. So weckt dessen Bekenntnis „Ich hab‘ das Mofa gar nicht geklaut“ Leos Respekt.
„Du hast ja richtig Charakter“, mit diesem Satz eröffnet der Senior schließlich den Dialog. „Kriegst du etwa alles mit, was ich da laber?“, wundert sich Jojo. Bei russischem Tee mit Wodka, der angeblich Kopf und Herz klar macht, kommen sich die Beiden näher und Leo rät dem Teenager, dem Mädchen eine Woche lang jeden Tag eine Rose vor die Tür zu legen. Weil Leo Bargeld braucht, bittet er Jojo, im Karton aufbewahrte alte Gegenstände beim Trödler zu verkaufen. So erfährt dieser, dass Leo früher ein bekannter Boxer und als „roter Leo eine richtig große Nummer“ war und sein Respekt für den Altenheimbewohner wächst.
Was als stummes Nebeneinander begann, entwickelt sich schnell zu einem ehrlichen Dialog auf Augenhöhe und einer Freundschaft, die das Leben der anfänglichen Kontrahenten völlig verändert. So hat der alte Boxer manch guten Tipp, wie auch der Jugendliche sein Kämpferherz entdecken kann, um sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Im Gegenzug gibt dieser seinem Freund eine Perspektive für eine Zukunft außerhalb des Altenheims.
Für den Regisseur Sascha Stey ist „Das Herz eines Boxers“ mehr als eine Geschichte über Freundschaft und darüber, was Alt und Jung voneinander lernen können. „Es ist einfach echt und voll aus dem Leben gegriffen und mir gefällt besonders gut, dass hier aufgrund des gegenseitigen Respekts Generationskonflikte positiv bewältigt werden“, schildert er sein Faible für das Zwei-Personen-Stück. Unterstützt wurde Stey von Jana Gesell (Regie-Assistenz), Yvonne Bönisch (Souffleuse) und Sabine Rothenburger-Stoll (Inspizientin).
Das Theaterstück ist nochmals am Freitag, dem 28. November, und am Samstag, dem 29. November, jeweils um 20 Uhr, im Zöllerhannes zu sehen. gu

Jannis Kontek und Jörg Seelbach (v.l.) spielen im Theaterstück der TuS-Zwiebelbühne „Das Herz eines Boxers“ die beiden Figuren Jojo, ein jugendliches sympathisches Großmaul mit Witz und Leo, ein alternder Preisboxer. Die Geschichte beschreibt die Entstehung einer Freundschaft zwischen zwei Generationen. gu-fot
"Der kleine Vampir" - GA vom 05.11.2025
„Ich sause durch die dunkle Nacht“
Zwiebelbühne präsentiert „Der kleine Vampir“ – Weitere Vorstellungen am 8. und 9. November
Mit der Premiere des Theaterstücks „Der kleine Vampir“ an Halloween verwandelte die TuS-Zwiebelbühne die Wagenhalle in einen unheimlichen Ort. Der Kinderbuchklassiker von Angela SommerBodenburg, der von Regisseurin Sonja Tham in gewohnter Manier kindgerecht in Szene gesetzt wurde, zog die kleinen Zuschauer sofort in ihren Bann, war er doch lustig, spannend, aber auch ein bisschen gruselig.
„Irgendwo müssen sie sein, diese Vampire“, seufzt Geiermeier, der vom Jobcenter beauftragte Friedhofswärter (Andreas Droll), auf der Suche nach den Blutsaugern, während es sich der kleine Anton Bohnsack (Corinna Bischof) in Abwesenheit seiner Eltern in seinem Kinderzimmer gemütlich macht. Gruselgeschichten, dunkle Nächte, unheimliche Gestalten, das ist Antons Welt. Ganz besonders die Vampire haben es ihm angetan. Am liebsten kuschelt er sich in sein Bett, schaut Filme oder liest über sie. Kein Wunder, dass er nicht vor Angst erstarrt, als Punkt Mitternacht ein echter Vampir (Markus Spengler) auf seiner Fensterbank landet.
„Ich bin Rüdiger, der kleine Vampir und ich komme heute Nacht zu dir, ich bin Rüdiger von Schlotterstein und ich bin nicht gern allein“, lässt dieser Anton wissen. Nachdem Anton feststellt, dass Rüdiger mehr an einer Freundschaft als an seinem Blut interessiert ist, entwickelt sich eine ungewöhnliche Kameradschaft zwischen dem abenteuerlustigen Menschenjungen und dem liebenswerten Vampir. Allerdings erweist es sich als nicht ganz einfach, sich gegenseitig zu besuchen, da der Eine in der Nacht und der Andere am Tag schläft. Dennoch gelingt es ihnen, zusammen mit Rüdigers jüngeren Schwester Anna „die Zahnlose“ (Miriam Crößmann), so manches Abenteuer in ihren unterschiedlichen Welten gemeinsam zu erleben.
„Lass uns was spielen“, heißt es beispielsweise auf dem Friedhof, wo Anton auf Rüdigers Tante Sabine (Katharina Wenz) und die ständig niesende Lumpi (Swantje Hüttl) trifft. Als jedoch Antons Eltern (Christian Zuckermann und Sibylle Hergetz-Rampelt) den neuen Freund ihres Sohnes kennenlernen möchten und diesen zu Kaffee und Kuchen einladen, muss der als Vampir verkleidete Udo (Tim Bialk) einspringen. Allerdings durchschauen die skeptischen Eltern den Trick und vereinbaren ein abendliches Treffen, an dem Anton weiterhin versucht, sie von der Existenz der Vampire zu überzeugen. Als dann noch der fiese Geiermeier, der den Griesheimer Friedhof vampirfrei machen möchte, eintrifft, ist das Chaos perfekt. Letztlich lässt sich der Vampirjäger aber überzeugen, dass es sich bei den Bohnsacks um eine Halloween-Party handelt. „Alles nur Verkleidung“, beschwichtigt die Mutter. „Vampire gibt es doch keine, die gibt es nur im Märchen“, erklärt der Vater unter dem Beifall der Zuschauer.
Sonja Tham, zuständig für die Regie, Maske, Musik und Bühnenbild, ist es wieder einmal gelungen, die spannende, humorvolle Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft in Szene zu setzen. Für Erheiterung bei der Premiere sorgte der erfolglose Vampirjäger, die stets ihre Brille suchende und nur mit einem Schuh bekleidetete Tante Sabine und die zahnlose Anna, die einen Zahn, beziehungsweise ein Auge auf Anton geworfen hat. Erstmals wurden im Vorfeld die Kinder eingeladen, mit selbst gemalten Bildern das Bühnenbild mitzugestalten. Diese zierten dann auch für alle Zuschauer sichtbar Antons Kinderzimmer. Für gruselige Momente sorgt der nachts in fahles Licht gehüllte Friedhof und die Särge der Schlottersteins.
Weitere Vorstellungen des Stücks gibt es am Samstag, dem 8. November, um 14 und 17 Uhr, sowie am Sonntag, dem 9. November, ebenfalls um 11 und 14 Uhr. Tickets können im Internet unter www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne.de reserviert werden. gu

Die TuS-Zwiebelbühne hat den Kinderbuchklassiker „Der kleine Vampir“ auf die Bühne gebracht. In der Wagenhalle nehmen sie ihre Besucher mit auf eine Reise in die Welt von Rüdiger, dem kleinen Vampir, der sich mit dem Menschenjungen Anton anfreundet. Unser Bild zeigt (v.l.n.r.) die Schauspieler Corinna Bischof, Markus Spengler, Christian Zuckermann und Sibylle Hergetz-Rampelt bei der Premierenvorstellung. gu-fotos
"Der kleine Vampir" - GA vom 08.10.2025
Der kleine Vampir in der Wagenhalle
Die TuS-Zwiebelbühne lädt zum Kinderstück ein
Die TuS-Zwiebelbühne verwandelt die Wagenhalle auch in diesem Jahr wieder in einen Ort voller Theaterzauber. Mit ihrem neuen Kinderstück „Der kleine Vampir“ entführt das Ensemble kleine und große Zuschauer in die abenteuerliche Welt des Jungen Anton und seines ungewöhnlichen Freundes Rüdiger, eines jungen, liebenswerten Vampirs.
Anton liebt Gruselgeschichten – vor allem über Vampire. Als eines Abends plötzlich ein echter Vampir in seinem Zimmer steht, beginnt für ihn ein aufregendes Abenteuer. Nach dem ersten Schreck schließen Anton und Rüdiger Freundschaft. Doch weil der eine tagsüber und der andere nachts wach ist, ist das gar nicht so einfach. Gemeinsam erleben sie dennoch viele spannende Momente – bis Antons Eltern den geheimnisvollen Freund kennenlernen möchten.
In der Inszenierung von Sonja Tham steht das Thema Freundschaft im Mittelpunkt. Sie zeigt, „wie Verständnis, Respekt und Toleranz Brücken schlagen können – auch wenn jemand anders ist als man selbst“, erklärt Elvera Heyll von der Zwiebelbühne.
Aufführungstermine sind am Samstag, dem 1. November, um 16 Uhr, am Sonntag, dem 2. November, um 11 und 14 Uhr, am Samstag, dem 8. November, um 14 und 17 Uhr, sowie am Sonntag, dem 9. November, um 11 und 14 Uhr.
Ein besonderes Mitmach-Angebot richtet sich in diesem Jahr an Kinder: Sie dürfen die Wagenhalle während der Aufführungen mit eigenen, selbst gemalten Bildern (DIN A3) zum „kleinen Vampir“ mitgestalten. Die Bilder können am Sonntag, dem 26. Oktober, von 11 bis 14 Uhr, in der Wagenhalle abgegeben werden. „Wir sind schon ganz gespannt und freuen uns auf die Kreativität der jungen Maler“, sagt Sonja Tham. Nach den Aufführungen wandern die Kunstwerke in das Archiv der Zwiebelbühne.
Karten gibt es in den bekannten Vorverkaufsstellen in Griesheim und Darmstadt, am 26. Oktober, von 11 bis 14 Uhr, in der Wagenhalle sowie an der Tageskasse, die jeweils 30 Minuten vor Beginn öffnet. Tickets können außerdem online unter www.tusgriesheim. de/zwiebelbuehne reserviert werden. km
"Mummel" - GA vom 04.10.2025
Kobold sucht nach Talent
Vorstellung der Jugendgruppe der TuS-Zwiebelbühne am Zwiebelmarkt
Zum Zwiebelmarkt verwandelte die Jugendgruppe der TuS-Zwiebelbühne den Sitzungssaal des Rathauses in eine Waldbühne. Unter dem Titel „Mummel und der Talentverteiler“ und der bewährten Leitung von Marion Ehses präsentierten die jungen Schauspieler ein buntes Kinderstück, in dem Freundschaft und der Mut, sich auszuprobieren, im Mittelpunkt standen. Die Geschichte handelte von Mummel, einem Kobold mit vielen Interessen, aber ohne echtes Talent. „Nichts kann ich, nicht backen, nicht fliegen wie mein Freund Fabius Fledermaus, nicht tanzen“, seufzte er, nachdem seine Kekse verbrannt und seine Tanzversuche mit den drei tanzenden Käfern kläglich scheiterten. „Du hast bestimmt auch ein Talent“, mit diesen Worten machte Fabius Fledermaus, der das Publikum mit seinen sarkastischen Kommentaren erheiterte, dem Kobold Hoffnung. Gemeinsam begaben sich die beiden Freunde auf eine ereignisreiche Suche. Dabei trafen sie lustige und interessante Tiere, beispielsweise den Holz-Baumeister Bartholomäus Biber, den Musiker Gunter Grille, die eitle Sängerin Lara Lerche und den rappenden Rabe Rudi. Überall versuchte Mummel etwas zu lernen, um sein eigenes Talent zu entdecken. Aber weder die Musik noch das Arbeiten mit Holz waren das Richtige. Auch der Mode-Designer Pfiffikus Pfau konnte kein Talent in Mummel wecken, dennoch verlor der Kobold nicht den Mut, sich auszuprobieren. „Ich hätt´ gern ein Talent“, bat er schließlich bei Hanna Hase im Amt für Talente. Die Talenteinteilung erfolge bei der Geburt, erfuhr er schließlich nach langer Wartezeit und für die Umwandlung eines bereits zugewiesenen Talents müsse er ein Formblatt beantragen, ausfüllen und einreichen. Nachdem Mummel an dieser Bürokratie nahezu verzweifelte, half ihm glücklicherweise die Talentverteilerin Talia auf die Sprünge. „Dein Talent ist die Begeisterung“, erklärte sie dem Kobold. Dieser erkannte, dass die Begeisterung ein genauso wichtiges Talent ist, wie jenes, das man greifen kann und entwickelte sich zu einem gewitzten TalentshowProduzenten. gu
„Du hast bestimmt auch ein Talent“, tröstete Fabius Fledermaus (rechts) den Kobold Mummel im Theaterstück „Mummel und der Talentverteiler“, das die TuS-Zwiebelbühnenjugend im Rahmen des Zwiebelmarkts im Rathaus vorführten. gu-foto
"Mummel" - ZMK vom 25.09.2025
„Mummel und der Talentverteiler“
Die Jugendgruppe der TuS-Zwiebelbühne spielt am Samstag und Sonntag im Sitzungssaal C
Zum festen Programm des Zwiebelmarkts zählen auch die Aufführungen der Zwiebelbühne des TuS Griesheim. Die Jugendgruppe unter der Regie von Marion Ehses hat für ihre jungen Gäste in diesem Jahr das Kinderstück „Bretter, die die Welt bedeuten“ von Sabine Braun vorbereitet. Über den Inhalt berichtet die Zwiebelbühne: „Der Kobold Mummel hat viele Interessen. Doch ein echtes Talent kann er an sich einfach nicht entdecken. Mit seinem Freund Fabius macht es sich auf eine ereignisreiche Suche. Die Beiden treffen auf ihrem Weg viele lustige und interessante Leute. Überall versucht Mummel etwas zu lernen und dabei geht so einiges schief. Trotzdem verliert er nicht den Mut sich auszuprobieren. Am Ende ist er sehr überrascht, welchem Talent er auf die Spur kommt.“ Wer wissen möchte, ob Kobold Mummel doch noch ein Talent an sich erkennt und wen er dabei alles kennenlernt, der hat dazu gleich viermal die Möglichkeit. Gespielt wird am Samstag (27. September) und Sonntag (28. September), jeweils um 15 und 17 Uhr. Das Stück ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Eintrittskarten sind ausschließlich an der Tageskasse erhältlich. Der Einlass beginnt 60 Minuten vor der ersten und 30 Minuten vor der zweiten Aufführung. Aufgrund der baulichen Maßnahmen am Rathaus ist der Eingang zum Sitzungssaal C von der WilhelmLeuschner-Straße aus nur über den Rathausparkplatz zu erreichen. Entsprechende Wegweisen sind an den beiden Aufführungstagen aufgestellt. jp
Die Jugendgruppe der TuS-Zwiebelbühne hat in den vergangenen Wochen fleißig für das Kinderstück „Bretter, die die Welt bedeuten“ geprobt. tus-foto
"...und du bist weg" - GA vom 14. Mai 2025
Publikum für das Thema „Mobbing“ sensibilisiert
Zwiebelbühne greift gesellschaftspolitisch relevantes Thema auf
Es ist wahrlich keine leichte Kost, was die TuS-Zwiebelbühne in ihrer neuesten Inszenierung „… und Du bist weg!“ dem Publikum bietet, aber gesellschaftspolitisch hoch interessant. Schonungslos wird das Thema „Mobbing“ von dem 20-köpfigen Ensemble facettenreich aufbereitet, Hintergründe und menschliche Schwächen eindrucksvoll dargestellt und unterschiedliche Charaktere herausgearbeitet. Es gibt ein Video zum Thema „Hintergrund“, diverse Musikeinspielungen und Folien an der Wand. Auch die Vergangenheit wird in Form von Video-Rückblenden bearbeitet. Erzählt wird die Geschichte der 16-jährigen Nele Kaden, die laut Zeitungsnotiz von zu Hause weggelaufen ist. Aber warum? Hat sie Probleme zu Hause, mit ihrer Familie oder in der Schule? Warum schwänzt sie immer häufiger die Schule? Was haben die Mitschüler und die Lehrer damit zu tun?
Die Inszenierung von Kerstin Halla ist mehr eine szenische Folge, geführt von einer Autorin, die sich auf eine Spurensuche begibt, sich aber noch nicht ganz im Klaren ist, ob sie chronologisch vorgehen, in der Mitte oder eher am Ende anfangen soll. „Sicherlich haben Sie es bemerkt: Eine chronologische Geschichte kann ich nicht bieten. Dazu ist einfach viel zu viel unklar. Das Ganze ist eher ein Puzzle, von dem ich noch nicht so ganz weiß, wie und ob die Teile zusammenpassen und wie viele Teile es überhaupt gibt“, lässt sie das Publikum bei der Premiere wissen. Am Rand sitzend, betrachtet sie dann Szene für Szene quasi von außen, mischt sich dann und wann ein und stellt Fragen, um über die vermutlich Beteiligten mehr zum Verschwinden der 16-jährigen Schülerin herauszufinden. So bekommt das Publikum mehr und mehr einen Einblick in Neles schockierende Realität. Beleuchtet wird aber auch das Umfeld des Haupttäters Max sowie das Thema „Mobbing“, das nicht nur ein individuelles Problem ist, sondern ein Symptom struktureller Defizite in unserem Bildungssystem.
In den Blick gerückt werden Lehrer, die nur die Leistungen, nicht aber die Individualität der Schüler im Blick haben, eine im Schulalltag überforderte Sozialpädagogin, eine im Jugendclub arbeitende Sozialarbeiterin, die sich nur um Äußerlichkeiten kümmert und eine alleinerziehende Mutter, die von ihrer ältesten Tochter erwartet, Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister zu übernehmen. So wird Nele beispielsweise von Ihrer Lehrerin Frau Kaiser aufgrund ihrer angeblichen „Naivität“ vorgeführt und vor der Klasse lächerlich gemacht und die Mutter droht: „Wenn du wirklich von der Schule runter musst, bist du für mich gestorben“. Unter die Haut aber gehen vor allem die Szenen mit gewalttätigen Mitschülern, die Nele das Leben zur Hölle machen.
„Sie wollen ständig wissen, was ich denke, meine, fühle“, beschwert sich Nele schließlich bei der Autorin und berichtet von ihrer Verzweiflung und dass ihr Kopf in die Toilettenschüssel gesteckt und dann abgezogen wurde. Sie spricht über Ausgrenzung, Konflikte, fehlende Empathie und dem Gefühl, nichts mehr auf die Reihe zu kriegen sowie ihrer Angst und dass es um sie herum immer dunkler wird. Der dramaturgisch mit Lichteffekten in Szene gesetzte psychische Stress und der Zusammenbruch der Hauptdarstellerin ist eine schauspielerische Glanzleistung der jungen Amateurschauspielerin Sara Gallasch, die von dem Premierenpublikum mit großem Applaus gewürdigt wurde. Ihr verzweifelter Aufschrei: „Stopp, lasst mich doch endlich mal in Ruhe!“, die Worte der Autorin „So in etwa könnte es gewesen sein“ und der an der Videowand erscheinende Appell des Ensembles „Lassen wir es nicht so weit kommen!“ gingen zu Herzen.
Die Premierenbesucher, die anschließend in kleinen Gruppen zusammenfanden, hatten offensichtlich Redebedarf, ein Effekt, der seitens des Ensembles durchaus beabsichtigt war.
Weitere Aufführungen gibt es am 16. / 17. / 23. / 24. Mai, jeweils um 19.30 Uhr im Kultus. Karten gibt es im Vorverkauf bei Papermoon, Fotostudio Lichtblick sowie in der TuS Geschäftsstelle und in Darmstadt im Café Fräulein Mondschein. Außerdem können Karten über www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne reserviert werden. gu

Das Thema Mobbing in einem eigenen Stück aufzugreifen ist nicht leicht. Doch die jungen Schauspieler der TuS-Zwiebelbühne haben mit „... und Du bist weg!“ überzeugt und ihr Publikum für das wichtige Thema sensibilisiert. Unser Foto zeigt (v.l.n.r.) Hannah Weingärtner, Leonie Rühl, Ben Bialk, Jana Gesell und Sara Gallasch während der Premiere des Stücks im Kultus. (Foto: gu)



