Aktuelle Presseartikel
Hier finden Sie aktuelle Presseartikel zu unseren Veranstaltungen.
(GA - Griesheimer Anzeiger / GW - Grieshemer Woche / DE - Darmstädter Echo / ZB - Zwiebelbühne Presse)
"Guns 'n' Nuns" - GA vom 14.02.2026
Zwischen Weihwasser und Waffen
TuS-Zwiebelbühne spielt Komödie „Guns ’n’ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“ im Kultus
Mit einer ebenso turbulenten wie humorvollen Kriminalkomödie startet die TuS-Zwiebelbühne in ihre diesjährige Theatersaison: „Guns ’n’ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“ von Kai Hinkelmann verwandelt die Bühne im Kultus in ein italienisches Kloster und verspricht beste Unterhaltung mit überraschenden Wendungen.
Im Mittelpunkt der Inszenierung steht ein Banküberfall, der gründlich schiefläuft. Drei Ganoven suchen ausgerechnet im Kloster „Zum heiligen Gervasius“ Zuflucht. Um nicht aufzufliegen, schlüpfen sie kurzerhand in neue Rollen: Als händeringend gesuchte Dachdecker und Gärtner treten sie in den Dienst der Nonnen. Doch die örtliche Polizei ist den Tätern dicht auf den Fersen. Spätestens als zwei Polizistinnen im Kloster auftauchen, wird die Lage unübersichtlich. Und als auch noch die Staatspolizei in die Ermittlungen eingreift, nimmt das Chaos seinen Lauf.
Was folgt, sind überraschende Wendungen, ermittelnde Ordnungshüterinnen, die zunehmend den Überblick verlieren, eine gestrenge Mutter Oberin mit einem wohlgehüteten Geheimnis und jede Menge knisternde Spannung zwischen Weihwasser und Waffen. Die Kriminalkomödie verbindet Witz und Tempo mit einer guten Portion Situationskomik und lädt das Publikum ein, selbst mitzurätseln: Wer spielt hier welches Spiel und wer behält am Ende die Nerven?
Die Inszenierung ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt der Zwiebelbühne. Das Ensemble hat das Stück gemeinsam ausgewählt und zusammen über Rollenbesetzung und Regie entschieden. Für alle Mitwirkenden sei diese Herangehensweise eine spannende und interessante Reise gewesen ein Prozess, der sich nun auf der Bühne widerspiegelt, berichtet die Gruppe.
Aufführungen sind am Freitag, dem 6., Samstag, dem 7., Freitag, dem 13., Samstag, dem 14. März, Freitag, dem 20. und Samstag, dem 21. März, jeweils um 20 Uhr. Karten sind in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich und können online unter www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne reserviert werden. km

Die Proben für das neue Stück der TuS-Zwiebelbühne laufen auf Hochtouren. Am Freitag, dem 6. März feiert „Guns ’n’ Nuns – Nehmen ist seliger denn geben“ Premiere. Das Bild zeigt (v.l.n.r.) Claus Walther, Heike Bialk und Rosi Fischer sowie im Hintergrund: Christian Zuckermann und Andreas Droll bei den Proben. privat-foto
"Das Herz eines Boxers" - GA vom 26.11.2025
„Nie zu spät, die Richtung zu ändern“
Gemeinsam zurück ins Leben: TuS-Zwiebelbühne präsentiert das Stück „Das Herz eines Boxers“
Es ist kein Stück mit großen Gesten, sondern eins mit großem Gefühl, das Sascha Stey von der TuS-Zwiebelbühne inszenierte. Die aktuelle Theaterinsznierung „Das Herz eines Boxers“ der Griesheimer Amateurschauspieler erzählt vom Stolz, vom Scheitern und von der leisen Hoffnung, dass es nie zu spät ist, die Richtung zu ändern.
Bereits seit der Uraufführung 1996 am Grips-Theater in Berlin brennt Sascha Stey für dieses Jugenddrama von Lutz Hübner, das 1998 mit dem Deutschen Jugendtheater-Preis ausgezeichnet wurde. Nun hat er sich seinen Traum erfüllt und führt zum ersten Mal Regie bei der Zwiebelbühne. In dem kammerspielartigen Kurzstück mit sieben Szenen entfaltet er behutsam die Geschichte von Jojo (Janis Kontek), einem jugendlichen sympathischen Großmaul mit Witz und dem alternden Preisboxer Leo (Jörg Seelbach) und beschreibt die Entstehung einer Freundschaft zwischen zwei Generationen.
Stumpfsinnig und schweigend sitzt der ehemalige und einst im Ring gefürchtete Boxer seine Tage im Altenheim ab. Seine Ruhe endet abrupt, als der Teenager Jojo mit seiner großen Klappe auftaucht, der wegen eines Mofa-Diebstahls seine Sozialstunden im Altenheim ableisten und die Wände anstreichen muss. Weil Jojo dabei von dem stoischen Leo ignoriert wird, gerät er in seinen Selbstgesprächen zunehmend in Rage. Auf diese Weise erfährt der Zuschauer, dass der junge Draufgänger eigentlich gar nichts verbrochen, sondern die Strafe nur auf sich genommen hat, um einem Mädchen zu imponieren. So weckt dessen Bekenntnis „Ich hab‘ das Mofa gar nicht geklaut“ Leos Respekt.
„Du hast ja richtig Charakter“, mit diesem Satz eröffnet der Senior schließlich den Dialog. „Kriegst du etwa alles mit, was ich da laber?“, wundert sich Jojo. Bei russischem Tee mit Wodka, der angeblich Kopf und Herz klar macht, kommen sich die Beiden näher und Leo rät dem Teenager, dem Mädchen eine Woche lang jeden Tag eine Rose vor die Tür zu legen. Weil Leo Bargeld braucht, bittet er Jojo, im Karton aufbewahrte alte Gegenstände beim Trödler zu verkaufen. So erfährt dieser, dass Leo früher ein bekannter Boxer und als „roter Leo eine richtig große Nummer“ war und sein Respekt für den Altenheimbewohner wächst.
Was als stummes Nebeneinander begann, entwickelt sich schnell zu einem ehrlichen Dialog auf Augenhöhe und einer Freundschaft, die das Leben der anfänglichen Kontrahenten völlig verändert. So hat der alte Boxer manch guten Tipp, wie auch der Jugendliche sein Kämpferherz entdecken kann, um sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Im Gegenzug gibt dieser seinem Freund eine Perspektive für eine Zukunft außerhalb des Altenheims.
Für den Regisseur Sascha Stey ist „Das Herz eines Boxers“ mehr als eine Geschichte über Freundschaft und darüber, was Alt und Jung voneinander lernen können. „Es ist einfach echt und voll aus dem Leben gegriffen und mir gefällt besonders gut, dass hier aufgrund des gegenseitigen Respekts Generationskonflikte positiv bewältigt werden“, schildert er sein Faible für das Zwei-Personen-Stück. Unterstützt wurde Stey von Jana Gesell (Regie-Assistenz), Yvonne Bönisch (Souffleuse) und Sabine Rothenburger-Stoll (Inspizientin).
Das Theaterstück ist nochmals am Freitag, dem 28. November, und am Samstag, dem 29. November, jeweils um 20 Uhr, im Zöllerhannes zu sehen. gu

Jannis Kontek und Jörg Seelbach (v.l.) spielen im Theaterstück der TuS-Zwiebelbühne „Das Herz eines Boxers“ die beiden Figuren Jojo, ein jugendliches sympathisches Großmaul mit Witz und Leo, ein alternder Preisboxer. Die Geschichte beschreibt die Entstehung einer Freundschaft zwischen zwei Generationen. gu-fot
"Der kleine Vampir" - GA vom 05.11.2025
„Ich sause durch die dunkle Nacht“
Zwiebelbühne präsentiert „Der kleine Vampir“ – Weitere Vorstellungen am 8. und 9. November
Mit der Premiere des Theaterstücks „Der kleine Vampir“ an Halloween verwandelte die TuS-Zwiebelbühne die Wagenhalle in einen unheimlichen Ort. Der Kinderbuchklassiker von Angela SommerBodenburg, der von Regisseurin Sonja Tham in gewohnter Manier kindgerecht in Szene gesetzt wurde, zog die kleinen Zuschauer sofort in ihren Bann, war er doch lustig, spannend, aber auch ein bisschen gruselig.
„Irgendwo müssen sie sein, diese Vampire“, seufzt Geiermeier, der vom Jobcenter beauftragte Friedhofswärter (Andreas Droll), auf der Suche nach den Blutsaugern, während es sich der kleine Anton Bohnsack (Corinna Bischof) in Abwesenheit seiner Eltern in seinem Kinderzimmer gemütlich macht. Gruselgeschichten, dunkle Nächte, unheimliche Gestalten, das ist Antons Welt. Ganz besonders die Vampire haben es ihm angetan. Am liebsten kuschelt er sich in sein Bett, schaut Filme oder liest über sie. Kein Wunder, dass er nicht vor Angst erstarrt, als Punkt Mitternacht ein echter Vampir (Markus Spengler) auf seiner Fensterbank landet.
„Ich bin Rüdiger, der kleine Vampir und ich komme heute Nacht zu dir, ich bin Rüdiger von Schlotterstein und ich bin nicht gern allein“, lässt dieser Anton wissen. Nachdem Anton feststellt, dass Rüdiger mehr an einer Freundschaft als an seinem Blut interessiert ist, entwickelt sich eine ungewöhnliche Kameradschaft zwischen dem abenteuerlustigen Menschenjungen und dem liebenswerten Vampir. Allerdings erweist es sich als nicht ganz einfach, sich gegenseitig zu besuchen, da der Eine in der Nacht und der Andere am Tag schläft. Dennoch gelingt es ihnen, zusammen mit Rüdigers jüngeren Schwester Anna „die Zahnlose“ (Miriam Crößmann), so manches Abenteuer in ihren unterschiedlichen Welten gemeinsam zu erleben.
„Lass uns was spielen“, heißt es beispielsweise auf dem Friedhof, wo Anton auf Rüdigers Tante Sabine (Katharina Wenz) und die ständig niesende Lumpi (Swantje Hüttl) trifft. Als jedoch Antons Eltern (Christian Zuckermann und Sibylle Hergetz-Rampelt) den neuen Freund ihres Sohnes kennenlernen möchten und diesen zu Kaffee und Kuchen einladen, muss der als Vampir verkleidete Udo (Tim Bialk) einspringen. Allerdings durchschauen die skeptischen Eltern den Trick und vereinbaren ein abendliches Treffen, an dem Anton weiterhin versucht, sie von der Existenz der Vampire zu überzeugen. Als dann noch der fiese Geiermeier, der den Griesheimer Friedhof vampirfrei machen möchte, eintrifft, ist das Chaos perfekt. Letztlich lässt sich der Vampirjäger aber überzeugen, dass es sich bei den Bohnsacks um eine Halloween-Party handelt. „Alles nur Verkleidung“, beschwichtigt die Mutter. „Vampire gibt es doch keine, die gibt es nur im Märchen“, erklärt der Vater unter dem Beifall der Zuschauer.
Sonja Tham, zuständig für die Regie, Maske, Musik und Bühnenbild, ist es wieder einmal gelungen, die spannende, humorvolle Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft in Szene zu setzen. Für Erheiterung bei der Premiere sorgte der erfolglose Vampirjäger, die stets ihre Brille suchende und nur mit einem Schuh bekleidetete Tante Sabine und die zahnlose Anna, die einen Zahn, beziehungsweise ein Auge auf Anton geworfen hat. Erstmals wurden im Vorfeld die Kinder eingeladen, mit selbst gemalten Bildern das Bühnenbild mitzugestalten. Diese zierten dann auch für alle Zuschauer sichtbar Antons Kinderzimmer. Für gruselige Momente sorgt der nachts in fahles Licht gehüllte Friedhof und die Särge der Schlottersteins.
Weitere Vorstellungen des Stücks gibt es am Samstag, dem 8. November, um 14 und 17 Uhr, sowie am Sonntag, dem 9. November, ebenfalls um 11 und 14 Uhr. Tickets können im Internet unter www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne.de reserviert werden. gu

Die TuS-Zwiebelbühne hat den Kinderbuchklassiker „Der kleine Vampir“ auf die Bühne gebracht. In der Wagenhalle nehmen sie ihre Besucher mit auf eine Reise in die Welt von Rüdiger, dem kleinen Vampir, der sich mit dem Menschenjungen Anton anfreundet. Unser Bild zeigt (v.l.n.r.) die Schauspieler Corinna Bischof, Markus Spengler, Christian Zuckermann und Sibylle Hergetz-Rampelt bei der Premierenvorstellung. gu-fotos
"Der kleine Vampir" - GA vom 08.10.2025
Der kleine Vampir in der Wagenhalle
Die TuS-Zwiebelbühne lädt zum Kinderstück ein
Die TuS-Zwiebelbühne verwandelt die Wagenhalle auch in diesem Jahr wieder in einen Ort voller Theaterzauber. Mit ihrem neuen Kinderstück „Der kleine Vampir“ entführt das Ensemble kleine und große Zuschauer in die abenteuerliche Welt des Jungen Anton und seines ungewöhnlichen Freundes Rüdiger, eines jungen, liebenswerten Vampirs.
Anton liebt Gruselgeschichten – vor allem über Vampire. Als eines Abends plötzlich ein echter Vampir in seinem Zimmer steht, beginnt für ihn ein aufregendes Abenteuer. Nach dem ersten Schreck schließen Anton und Rüdiger Freundschaft. Doch weil der eine tagsüber und der andere nachts wach ist, ist das gar nicht so einfach. Gemeinsam erleben sie dennoch viele spannende Momente – bis Antons Eltern den geheimnisvollen Freund kennenlernen möchten.
In der Inszenierung von Sonja Tham steht das Thema Freundschaft im Mittelpunkt. Sie zeigt, „wie Verständnis, Respekt und Toleranz Brücken schlagen können – auch wenn jemand anders ist als man selbst“, erklärt Elvera Heyll von der Zwiebelbühne.
Aufführungstermine sind am Samstag, dem 1. November, um 16 Uhr, am Sonntag, dem 2. November, um 11 und 14 Uhr, am Samstag, dem 8. November, um 14 und 17 Uhr, sowie am Sonntag, dem 9. November, um 11 und 14 Uhr.
Ein besonderes Mitmach-Angebot richtet sich in diesem Jahr an Kinder: Sie dürfen die Wagenhalle während der Aufführungen mit eigenen, selbst gemalten Bildern (DIN A3) zum „kleinen Vampir“ mitgestalten. Die Bilder können am Sonntag, dem 26. Oktober, von 11 bis 14 Uhr, in der Wagenhalle abgegeben werden. „Wir sind schon ganz gespannt und freuen uns auf die Kreativität der jungen Maler“, sagt Sonja Tham. Nach den Aufführungen wandern die Kunstwerke in das Archiv der Zwiebelbühne.
Karten gibt es in den bekannten Vorverkaufsstellen in Griesheim und Darmstadt, am 26. Oktober, von 11 bis 14 Uhr, in der Wagenhalle sowie an der Tageskasse, die jeweils 30 Minuten vor Beginn öffnet. Tickets können außerdem online unter www.tusgriesheim. de/zwiebelbuehne reserviert werden. km
"...und du bist weg" - GA vom 14. Mai 2025
Publikum für das Thema „Mobbing“ sensibilisiert
Zwiebelbühne greift gesellschaftspolitisch relevantes Thema auf
Es ist wahrlich keine leichte Kost, was die TuS-Zwiebelbühne in ihrer neuesten Inszenierung „… und Du bist weg!“ dem Publikum bietet, aber gesellschaftspolitisch hoch interessant. Schonungslos wird das Thema „Mobbing“ von dem 20-köpfigen Ensemble facettenreich aufbereitet, Hintergründe und menschliche Schwächen eindrucksvoll dargestellt und unterschiedliche Charaktere herausgearbeitet. Es gibt ein Video zum Thema „Hintergrund“, diverse Musikeinspielungen und Folien an der Wand. Auch die Vergangenheit wird in Form von Video-Rückblenden bearbeitet. Erzählt wird die Geschichte der 16-jährigen Nele Kaden, die laut Zeitungsnotiz von zu Hause weggelaufen ist. Aber warum? Hat sie Probleme zu Hause, mit ihrer Familie oder in der Schule? Warum schwänzt sie immer häufiger die Schule? Was haben die Mitschüler und die Lehrer damit zu tun?
Die Inszenierung von Kerstin Halla ist mehr eine szenische Folge, geführt von einer Autorin, die sich auf eine Spurensuche begibt, sich aber noch nicht ganz im Klaren ist, ob sie chronologisch vorgehen, in der Mitte oder eher am Ende anfangen soll. „Sicherlich haben Sie es bemerkt: Eine chronologische Geschichte kann ich nicht bieten. Dazu ist einfach viel zu viel unklar. Das Ganze ist eher ein Puzzle, von dem ich noch nicht so ganz weiß, wie und ob die Teile zusammenpassen und wie viele Teile es überhaupt gibt“, lässt sie das Publikum bei der Premiere wissen. Am Rand sitzend, betrachtet sie dann Szene für Szene quasi von außen, mischt sich dann und wann ein und stellt Fragen, um über die vermutlich Beteiligten mehr zum Verschwinden der 16-jährigen Schülerin herauszufinden. So bekommt das Publikum mehr und mehr einen Einblick in Neles schockierende Realität. Beleuchtet wird aber auch das Umfeld des Haupttäters Max sowie das Thema „Mobbing“, das nicht nur ein individuelles Problem ist, sondern ein Symptom struktureller Defizite in unserem Bildungssystem.
In den Blick gerückt werden Lehrer, die nur die Leistungen, nicht aber die Individualität der Schüler im Blick haben, eine im Schulalltag überforderte Sozialpädagogin, eine im Jugendclub arbeitende Sozialarbeiterin, die sich nur um Äußerlichkeiten kümmert und eine alleinerziehende Mutter, die von ihrer ältesten Tochter erwartet, Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister zu übernehmen. So wird Nele beispielsweise von Ihrer Lehrerin Frau Kaiser aufgrund ihrer angeblichen „Naivität“ vorgeführt und vor der Klasse lächerlich gemacht und die Mutter droht: „Wenn du wirklich von der Schule runter musst, bist du für mich gestorben“. Unter die Haut aber gehen vor allem die Szenen mit gewalttätigen Mitschülern, die Nele das Leben zur Hölle machen.
„Sie wollen ständig wissen, was ich denke, meine, fühle“, beschwert sich Nele schließlich bei der Autorin und berichtet von ihrer Verzweiflung und dass ihr Kopf in die Toilettenschüssel gesteckt und dann abgezogen wurde. Sie spricht über Ausgrenzung, Konflikte, fehlende Empathie und dem Gefühl, nichts mehr auf die Reihe zu kriegen sowie ihrer Angst und dass es um sie herum immer dunkler wird. Der dramaturgisch mit Lichteffekten in Szene gesetzte psychische Stress und der Zusammenbruch der Hauptdarstellerin ist eine schauspielerische Glanzleistung der jungen Amateurschauspielerin Sara Gallasch, die von dem Premierenpublikum mit großem Applaus gewürdigt wurde. Ihr verzweifelter Aufschrei: „Stopp, lasst mich doch endlich mal in Ruhe!“, die Worte der Autorin „So in etwa könnte es gewesen sein“ und der an der Videowand erscheinende Appell des Ensembles „Lassen wir es nicht so weit kommen!“ gingen zu Herzen.
Die Premierenbesucher, die anschließend in kleinen Gruppen zusammenfanden, hatten offensichtlich Redebedarf, ein Effekt, der seitens des Ensembles durchaus beabsichtigt war.
Weitere Aufführungen gibt es am 16. / 17. / 23. / 24. Mai, jeweils um 19.30 Uhr im Kultus. Karten gibt es im Vorverkauf bei Papermoon, Fotostudio Lichtblick sowie in der TuS Geschäftsstelle und in Darmstadt im Café Fräulein Mondschein. Außerdem können Karten über www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne reserviert werden. gu

Das Thema Mobbing in einem eigenen Stück aufzugreifen ist nicht leicht. Doch die jungen Schauspieler der TuS-Zwiebelbühne haben mit „... und Du bist weg!“ überzeugt und ihr Publikum für das wichtige Thema sensibilisiert. Unser Foto zeigt (v.l.n.r.) Hannah Weingärtner, Leonie Rühl, Ben Bialk, Jana Gesell und Sara Gallasch während der Premiere des Stücks im Kultus. (Foto: gu)
"...und du bist weg" - GA vom 05. Mai 2025
Zwiebelbühne: Der Countdown läuft!
Nur noch wenige Tage bis zur Premiere von „… und Du bist weg!“
Bereits seit November letzten Jahres probt das Ensemble einmal wöchentlich. Nun geht es in die Endphase und die Proben wurden auf zwei Mal pro Woche erhöht.
„Die letzte Woche ist die Anstrengendste“, so Regisseurin Kerstin Halla, die mit ihrem Ensemble bereits jetzt viel auf die Beine gestellt hat. Täglich wird geprobt, um die letzten Feinheiten herauszukitzeln und die letzten Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Aber auch die Logistik, die hinter solche einer Produktion steckt, ist zeitlich und nervlich nicht zu vernachlässigen. Denn der Druck steigt und bis zum Premierentag am 09. Mai soll alles fertig sein.
Der Probenraum wird für die Aufführungen vorbereitet: Jeder erhält einen Platz mit Namensschild, auf den er sich zurückziehen kann, wenn er nicht dran ist. Der Requisitentisch wird aufgestellt und bestückt, der Schminkbereich aufgebaut und sämtliche Kostüme kommen griffbereit auf die Garderobenständer. „Da wird es mit 20 Darstellern hinter der Bühne ganz schön eng“, lacht Carina Stey, die Kerstin Halla bereits letztes Jahr erfolgreich als Regie-Assistenz unterstützt hat.
Die erste Hauptprobe ist eine ganz normale Durchlaufprobe. Da werden nochmal alle Abläufe überprüft: „Kann die Musik bitte nach dem Abgang von Samira schneller einsetzen? Da ist sonst eine zu große Lücke“, ruft Kerstin Halla in die Dunkelheit.
Auch Techniker Lars Buchholz hat alle Hände voll zu tun: Mit jeweils einem Laptop managt er die Leinwandpräsentation mit integrierten Videos, die Lichtwechsel und die Musikeinspielungen. „Da kann man schon mal durcheinanderkommen“, lacht er, ist aber zuversichtlich, dass zur Premiere alles läuft und zur richtigen Zeit passiert. „Mit Lars haben wir einen hoch motivierten und zuverlässigen Techniker an unserer Seite, der sich mit viel Herzblut seiner Aufgabe widmet und auch in letzter Sekunde noch irgendwo schnell was ändert, wenn es nötig ist“, so Kerstin Halla. „Natürlich nicht, ohne dabei die Augen zu verdrehen“, lacht sie. „Aber das gehört in dieser Phase einer Produktion auch irgendwie dazu.“
Zur zweiten Hauptprobe tragen die Schauspieler das erste Mal ihre kompletten Kostüme: Passt alles? Zwickt’s nirgends? Kann man es schnell an- und ausziehen? Die Generalprobe tags darauf läuft dann unter Aufführungsbedingen ab: Maske, Kostüme, Haare. Alles wird zum ersten Mal gemacht und muss sitzen. Die Aufregung steigt parallel zum Stimmengewirr hinter der Bühne: „Wo ist die Lampe für den Souffleur?“, „Sind Batterien drin?“, Kann hier bitte einer mal halten?“, „Hat einer meinen Rezeptblock gesehen?“
„Essen und Getränke haben auf dem Requisitentisch nichts zu suchen, danke.“ Carina Stey greift als Regie-Assistenz freundlich, aber bestimmt durch. Ihre Aufgabe ist es in dieser Phase, die Gesamtabläufe hinter der Bühne im Blick zu haben und für alles ein offenes Ohr zu haben. „Ich bin so dankbar, dass Carina das alles so großartig managt und dabei nie ihren Optimismus und ihre gute Laune verliert. Ohne sie wäre ich hoffnungslos aufgeschmissen“, so Kerstin Halla. „Und ohne Sabine und Türkan und Jana und Talida und alle anderen auch“, ergänzt sie, „denn so eine große Produktion um so ein wichtiges Thema ist nicht nur emotional sehr anstrengend. Hier ist Teamgeist und gegenseitiger Halt enorm wichtig.“
Das Ensemble freut sich auf die Premiere am 09. Mai 2025.
Weitere Aufführungen gibt es am 10. / 16. / 17. / 23. / 24. Mai 2025 jeweils um 19:30 Uhr im Kultus in Griesheim.
Der Eintritt beträgt am Veranstaltungsabend 15 Euro und im Vorverkauf 14 Euro. Einlass ist 60 Minuten vor Beginn der Aufführung. Für Wein, Bier und andere Getränke und ein paar Knabbereien sind gesorgt. Katen gibt es in Griesheim bei Papermoon, Fotostudio Lichtblick sowie in der TuS Geschäftsstelle (dienstags von 8-12 Uhr und donnerstags von 15-18 Uhr) und in Darmstadt im Café Fräulein Mondschein. Außerdem können Karten im Onlineshop (www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne) reserviert werden.
"...und du bist weg" - DE vom 19. April 2025
,,... und Du bist weg!"
TuS-Zwiebelbühne greift aktuelles Thema in eigenem Stück auf
Griesheim (gu). Unter dem Titel .... und Du bist weg!" " greift die TuS-Zwiebelbühne in diesem Jahr erneut ein aktuelles Thema auf und setzt sich mit dem Thema "Mobbing" auseinander. "lch habe einfach keine Lust mehr auf Komödien, sondem möchte Stücke inszenieren, die tiefer gehen", erklärt die Regisseurin Kerstin Halla, die nun im Bereich "Junges Theater" Möglichkeiten sieht, aktuelle Probleme zu implizieren.
Angeregt durch die Frage eines Esemblemitgliedes "Was ist eigentlich Mobbing genau? Da erzählt ja jeder etwas anderes", hat sich eine kleine Gruppe bereits im Juni letzten Jahres zusammengefunden, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Nach vielen Stunden der Recherche und des Zusammentragens von relevanten Details kam man zu dem Schluss: Mobbing isl kein schulisches, sondem ein gesellschaftliches Problem, das jedoch meistens in der Schule seinen Anfang nimmt und dazu führt, dass viele Betroffene von den Geschehnissen aus der Jugend bis ins Erwachsenenalter traumatisiert sind. Da es zu diesem Thema kein Theaterstück gab, das den Anforderungen der Gruppe gerecht wurde, entschlossen sich Kerstin Halla, Carina Stey, Sara Gallasch und Yvonne Bönisch, ein eigenes Stück zu schreiben. Unter dem Titel ".... und Du bist weg!" probt das 20-köpfige Ensemble bereits seit November letzten Jahres.
"Es war uns wichtig, das Thema besser zu verstehen und unterschiedliche Charaktere herauszuarbeiten. Außerdem wollten wir sowohl Opfer als auch Täter beleuchten und das Publikum für das Thema "Mobbing" sensibilisieren", berichtet Kerstin Halla von dem Entstehungsprozess. "Wir denken, mit unserem Stück beste inhalt liche Voraussetzungen zu liefem, dieses gesellschafts-politisch relevante Thema wirklichkeitsnah aufzugreifen, aufzubereiten und zu unterstützen. Wir möchten die Zuschauer emeut auffordem, hinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden sowie in die Lage versetzen, Mobbingopfer zu erkennen, nicht weg zu sehen, sondem ihnen zur Seite zu stehen. Denn Wegsehen ist Mittäterschaft", betont die Regisseurin, die von Carina Stey unterstützt wird.
Erzählt wird die Geschichte der 16-jährigen Nele Kaden, die offenbar von zu Hause weggelaufen ist. Aber warum? Hat sie Probleme zu Hause? Mit ihrer Familie? Oder in der Schule? Liegt es an ihren immer schlechter werdenden Noten? Warum schwänzt sie immer häufiger die Schule? Was haben die Mitschüler und die Lehrer damit zu tun? Das Theaterstück der Zwiebelbühne ist mehr eine szenische Folge, geführt von einer Autorin, die sich selbst noch nicht ganz im Klaren ist, ob sie chronologisch vorgeht, in der Mitte anfängt oder eher am Ende. Wie beim Stück "Die Welle" wird es auch beim Theaterstück ".... und Du bist weg!" zu Beginn ein Video zum Thema "Hintergründe" geben, außerdem diverse Musikeinspielungen und Folien an der Wand. Auch die Vergangenheit wird in Form von Video-Rückblenden bearbeitet.
Nach der Premiere am 9. Mai um 19.30 Uhr im Kultus gibt es am 10./16./17./23./24. Mai weitere Aufführungen. Einlass ist 60 Minuten vor Beginn der Auffüihrung. Karten gibt es im Vorverkauf bei Papermoon, Fotostudio Lichtblick sowie in der TuS Geschäftsstelle und in Darmstadt im Cafe Fräulein Mondschein. Außerdem können Karten über die Vereinswebseite reserviert werden.
Tickets: tusgriesheim.de/zwiebelbuehne
"...und du bist weg" - ZB vom 25. März 2025
"… und Du bist weg!"
Neues Stück der Zwiebelbühne zum Thema Mobbing - Vorverkauf läuft
Auch in diesem Jahr setzt sich die Zwiebelbühne unter der Regie von Kerstin Halla und Carina Stey erneut mit einem Thema im Bereich „Junges Theater“ auseinander: Mobbing.
Angeregt durch die Frage eines Ensemblemitgliedes „Was ist eigentlich Mobbing genau? Da erzählt ja jeder etwas anderes“, hat sich eine kleine Gruppe bereits im Juni letzten Jahres zusammengefunden, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Nach vielen Stunden der Recherche und des Zusammentragens von relevanten Details kam man zu dem Schluss: Mobbing ist kein schulisches, sondern ein gesellschaftliches Problem und da es zu diesem Thema kein Stück gab, dass den Anforderungen der Gruppe gerecht wurde, entschloss man sich, ein eigenes Stück zu schreiben. Unter dem Titel „… und Du bist weg!“ probt das 20-köpfige Ensemble bereits seit November letzten Jahres.
„Uns war wichtig, das Thema besser zu verstehen und dafür zu sensibilisieren und wir wollten beide Seiten zeigen: Opfer und Täter“, sagt Regisseurin Kerstin Halla, die bereits mit der Inszenierung „Die Welle“ im letzten Jahr großen Erfolg hatte.
Erzählt wird die Geschichte der 16-jährigen Nele Kaden, die offenbar von zu Hause weggelaufen ist. Aber warum? Hat sie Probleme zu Hause? Mit ihrer Familie? Oder in der Schule? Liegt es an ihren immer schlechter werdenden Noten? Warum schwänzt sie immer häufiger die Schule? Was haben die Mitschüler und die Lehrer damit zu tun?
Premiere ist am 09. Mai 2025.
Weitere Aufführungen gibt es am 10. / 16. / 17. / 23. / 24. Mai 2025 jeweils um 19:30 Uhr im Kultus in Griesheim.
Der Eintritt beträgt am Veranstaltungsabend 15 Euro und im Vorverkauf 14 Euro. Einlass ist 60 Minuten vor Beginn der Aufführung. Für Wein, Bier und andere Getränke und ein paar Knabbereien sind gesorgt.
Karten gibt es seit 24. März im Vorverkauf:
In Griesheim wie gewohnt bei Papermoon, Fotostudio Lichtblick sowie in der TuS Geschäftsstelle (dienstags von 8-12 Uhr und donnerstags von 15-18 Uhr) und in Darmstadt im Café Fräulein Mondschein. Außerdem können Karten im Onlineshop (www.tusgriesheim.de/zwiebelbuehne) reserviert werden.
"Der Zerbrochene Krug" - GW vom 11. Januar 2025
Comeback von Kleist
Zwiebelbühne bringt "Zerbrochenen Krug" zurück
Griesheim (red). Wie die TuS-Zwiehelbühne mitteilt, eröffnet sie ihre Theatersaison mit einer Wiederaufnahme des Kleistschen Lustspiels „Der zerbrochene Krug". Zu sehen ist das Stück am Freitag und Samstag, 24. und 25. Januar, jeweils um 20 Uhr im „Kultus“ sowie am Sonntag, 26. Januar um l8 Uhr an gleicher Stelle. Einlass ist laut Pressemitteilung eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, für das leibliche Wohl ist ebenfalls
gesorgt.
Zum Inhalt: Ein Krug ist in die Brüche gegangen und es wird unterstellt, die Ehre der jungen Eve gleich mit. Ein Unbekannter war mitten in der Nacht in ihrem Zimmer. Er floh aus dem Fenster, als Eves Verlobter Ruprecht überraschend hereinkam. Eves Mutter Marthe glaubt fest daran, dass Ruprecht diesen Nebenbuhler erfunden hat, um seine eigene Schuld am zerbrochenen Krug zu verbergen. Entschlossen bringt sie den Fall vor Gericht. Die Verhandlung nimmt allerdings groteske Formen an. Der Dorfrichter Adam setzt alles daran die Tatsachen zu verdrehen. Selbst der juristisch bewanderte Gerichtsrat Walter kann der Verhandlungsführung kaum folgen. Nichts geringeres als die Wahrheit steht auf dem Spiel.
Lügen werden hemmungslos als Tatsachen verkauft und Irrtümer als Fakten dargestellt. Diese manipulative Vorgehensweise führt das Lustspiel urkomisch und tief anrührend vor, so die Zwiebelbühne.
Preise, Karten und weitere Infos: tusgriesheim.de/zwiebelbuehne
"SAMS" - GW vom 09. November 2024
Wenn das Sams kommt
Zwiebelbühne präsentiert „Eine Woche voller Samstage“
Griesheim (gu).
Wenn am Sonntag die Sonne scheint, Montag Herr Mon zu Besuch kommt, man am Dienstag Dienst hat, am Mittwoch die Mitte der Woche ist, es am Donnerstag donnert und Freitag frei ist — was kommt dann am Samstag?
Ganz klar am Samstag kommt das Sams!
Mit der Inszenierung des Theaterstücks „Eine Woche voller Sams-Tage“ haben sich die Amateurschauspieler der TuS-Zwiebelbühne nach 2000 und 2010 wieder für ein Kinderstück von Paul Maar entschieden. Die Mehrzahl der anwesenden Schulkinder kennt die Hauptfigur der zwölfbändigen Kinderbuchreihe von Paul Maar und freut sich bei der Premiere über dessen Streiche.
Das Sams (Miriam Größmann) ist ein rothaariges, freches und sehr gefräßiges Etwas mit seltsamen blauen Punkten im Gesicht. Und das kommt mitten hinein in die wohlgeordnete und etwas langweilige Welt von Herrn Taschenbier (Markus Spengler), den es Papa nennt. Und weil das Sams seinem Papa Taschenhier nicht mehr von der Seite weicht und plötzlich alle seine Wünsche in Erfiüllung gehen, wird die Welt und das Leben von Herrn Taschenbier auf einmal ganz schön bunt und turbulent. Die aufdringliche und unfreundliche Vermieterin Frau Rotkohl (Sibylle Hergtz-Rampelt) wird ordentlich geärgert, ein ganzes Kaufhaus auf der Suche nach einem Anzug für das Sams durcheinandergewirbelt und auch der Chef von Herrn Taschenbier (Christian Zuckermann) und der Studienrat (Andreas Droll) kriegen ihr Fett weg. Erst ist Herrn Taschenbier das alles schrecklich unangenehm, aber zusehends gewöhnt er sich an das Sams und die vielen Veränderungen in seinem Leben.
Doch eines Tages verschwindet der letzte blaue Punkt aus dem Sams-Gesicht...
Wer miterleben möchte, was passiert, wenn alle „Wünsche-Punkte” aufgebraucht sind, hat nochmals die Möglichkeit, das Kinderstück am Samstag, 9. November, um l4 und 17 Uhr, oder am Sonntag, 10. November, um ll und l4 Uhr zu besuchen.
Karten gibt es in den bekannten Vorverkaufsstellen in Griesheim und Darmstadt sowie an der Tageskasse. Sie können auch online unter tusgriesheim.de/zwiebelbuehne reserviert werden.
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