Erste Mannschaft unterliegt in Hanau – TuS kann Ausfall von Ahrensmeier nicht kompensieren
HSG Hanau II vs. TuS Griesheim 38:32 (18:13)

- 11.03.2026, 08:00
Die Personalsorgen der Griesheimer Handballer wollten auch vor dem Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft der HSG Hanau nicht abreißen. Besonders schwer wog diesmal der Ausfall von Abwehrchef und Rückraum-Shooter Jonas Ahrensmeier, der sowohl im Angriff als auch vor allem im Mittelblock der Defensive eine zentrale Rolle im Spiel der Zwiebelstädter einnimmt. Entsprechend anspruchsvoll gestaltete sich die Aufgabe gegen die junge und temporeiche Hanauer Mannschaft.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und nutzten vor allem ihr hohes Tempo konsequent aus. Während sich die Griesheimer im Positionsangriff zunächst schwertaten, kam Hanau immer wieder zu einfachen Treffern und setzte sich früh etwas ab.
Nach einer schwachen Anfangsviertelstunde reagierte Trainer Björn Friedrich mit einer taktischen Umstellung: Der TuS agierte phasenweise im Sieben-gegen-sechs und stellte die Hanauer Defensive zusätzlich mit zwei Kreisläufern vor neue Aufgaben. Die Maßnahme zeigte Wirkung, Griesheim fand nun besser ins Spiel und stabilisierte die Partie.
Vor allem über die Außenpositionen setzten die Gäste nun immer wieder Akzente. Florian Pierz, Gregor Stockinger und Luke Bormet zeigten sich treffsicher und hielten ihre Mannschaft im Spiel. Dennoch gelang es Hanau, den Vorsprung bis zur Pause auf 18:13 auszubauen – auch weil der Ausfall von Ahrensmeier im Mittelblock der Defensive immer wieder spürbar wurde.
Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Zwiebelstädter mit viel Einsatz gegen die drohende Niederlage. Im Angriff fand der TuS nun häufiger Lösungen, so setzte Kreisläufer Paris Sidiropoulos wichtige Akzente und arbeitete engagiert auf beiden Seiten des Feldes.
Doch immer, wenn Griesheim den Abstand zu verkürzen drohte, fand Hanau eine Antwort. Die Gastgeber blieben im Angriff konsequent und hielten den Vorsprung über weite Strecken der zweiten Halbzeit stabil. In der Schlussphase fehlte den Gästen schließlich die letzte Durchschlagskraft, um das Spiel noch einmal entscheidend zu drehen.
So musste sich der TuS am Ende mit 38:32 geschlagen geben – eine Niederlage, die vor allem aufgrund der personellen Situation und der schwachen Anfangsphase schmerzt, auch wenn die Mannschaft nach der Umstellung Moral zeigte und kämpferisch dageghielt.
Leichter werden die Aufgaben für die junge Griesheimer Mannschaft jedoch nicht: Bereits am kommenden Samstag wartet mit der HSG Bachgau die nächste Herausforderung. An der angespannten Personalsituation dürfte sich bis dahin wenig ändern, sodass insbesondere im Rückraum erneut Improvisation gefragt sein wird.
Für den TuS spielten und trafen: Rufus Schreiner, Kilian Dörfel (beide Tor), Florian Pierz (8/2), Luke Bormet (7), Paris Sidiropoulos (4), Konstantin Stutz (3), Gregor Stockinger (3), Jonas Dissinger (2/1), Michael Siebler (2), Joschua Lugert (2), Luke Sabel (1)

