Skifreizeit des TuS im französischen Valloire 2026
Skifahren beim TuS: Neues Maskottchen „Goatfried“ – Viel Schnee am Abreisetag
- 09.02.2026, 09:42
Die dritte Woche der hessischen Weihnachtsferien ist insbesondere bei den hessischen Skifahrern beliebt, kann man denn zum einen leere Pisten mit überwiegend mit Landsleuten genießen, die aus dem eigenen Bundesland stammen, zum anderen vielleicht sogar schon ein Schnäppchen im Tarif der Nebensaison schlagen. Eine alternative, erschwingliche Möglichkeit, mit der Familie gemeinsam in einer größeren Gruppe dem Wintersport zu frönen, bietet auch die Familien- Skifreizeit des TuS: Mittagsverpflegung durch die Teilnehmer, Unterricht bei eigens organisierten und mitgereisten Skilehrern sowie Mengenrabatt bei den Liftpässen machen diese Veranstaltung seit vielen Jahren nicht nur monetär zu einer attraktiven und beliebten Veranstaltung, denn auch gerade die soziale Komponente der Freizeit genießt einen hohen Stellenwert. Man verbringt den Skiurlaub mit vielen Freunden oder findet währenddessen schnell und einfach neue.
92 Teilnehmer aus den TuS-Abteilungen
So war dann auch die Vorfreude groß, als sich am 3. Januar die 92 Teilnehmer im Alter zwischen eins und 70 Jahren verteilt auf 24 Familien nach Anreise mit dem eigenen Auto im Appartement-Komplex „Les Chalets du Galibier“ zur diesjährigen Freizeit im beschaulichen Wintersportort Valloire in den französischen Alpen (Département Savoie) für eine Woche einfanden. Unter den Teilnehmern waren Angehörige und Vorstandsmitglieder aus vielen Abteilungen des TuS vertreten, unter anderem der Carneval-, Fitness und Freizeitsport-, Handball-, Leichtathletik-, Schwimm- und Ski- und Wander- Abteilung. Darüber hinaus machten sich auch Mitglieder des Präsidiums sowie des Vereinsmanagements auf den Weg in die französischen Alpen. Die Organisation und Leitung der Skifreizeit wird seit vielen Jahren von Ulla Brenner-Klatt übernommen und in gewohnt routinierter Art und Weise erfolgreich und ohne Komplikationen durchgeführt.
Ein typischer Skitag begann nach einem entspannten und gemütlichen Frühstück mit dem Treffen aller Teilnehmer am nur wenige Meter von der Unterkunft entfernten Sessellift „Moulin Benjamin“. Von dort ging es dann für alle Teilnehmer auf die Piste. Die zuvor nach Alter und Leistung in Gruppen eingeteilten Skischüler wurden dann vor und nach dem gemeinsamen Mittagessen von den Skilehrern unterrichtet. Und auch unter den Erwachsenen und älteren Jugendlichen hatten sich schnell kleine Gruppen gebildet, in denen man dem Fahrkönnen entsprechend dann das Skigebiet und die Einkehrmöglichkeiten erkundete.
Skifahrer freuten sich über das „Kaiserwetter“
Das Wetter war in dieser Woche zweigeteilt: An den ersten Tagen herrschte „Kaiserwetter“ mit strahlendem Sonnenschein bei Temperaturen bis zu zweistelligen Werten unter dem Gefrierpunkt. Da es in Valloire zuvor mehrere Wochen nicht geschneit hatte, zeigte sich die Natur eher in einem grau-braunen Farbton, und die unteren Bereiche des Skigebietes mussten fortwährend mit Kunstschnee präpariert werden. Dies hatte zur Folge, dass auf vielen Pisten mehrere meterhohe Hügel aus Kunstschnee den Weg versperrten und für anspruchsvolle Pistenverhältnisse sorgten.
Gegen Mitte der Woche setzte dann anhaltender, heftiger Schneefall ein, der bis zur Abreise am Samstag mehr als einen halben Meter Neuschnee mit sich brachte und die Natur in ein romantisches Winterwunderland verwandelte. Der konstante, intensive Schneefall verbesserte zwar die Pisten-, nicht aber die Sichtverhältnisse, so dass vorsichtiges, umsichtiges und vorausschauendes Fahren durchweg oberstes Gebot war. Den gemeinsamen sportlichen Höhepunkt bildete ohne Zweifel das Abschlussrennen der Kinder und Jugendlichen am letzten Skitag. Dazu wurden die ursprünglichen Unterrichtsgruppen aufgelöst und daraus insgesamt fünf Wettkampfgruppen mit homogener Alters- und Leistungsverteilung neu formiert. Die Rennmodalitäten sahen vor, dass jede Gruppe einen vorgegebenen Pistenabschnitt zwei Mal abfahren musste, und dass die zeitliche Differenz zwischen diesen beiden Läufen möglichst gering gehalten werden sollte. Es ging also nicht um Schnelligkeit, sondern um Konstanz bei den beiden Abfahrten. Als kleine zusätzliche Herausforderung musste jede Gruppe einen vorgegebenen Teil der Piste als „Tatzelwurm“ (ähnlich einer „Ski-Polonaise“ im Schneepflug) bewältigen. Die zeitliche Differenz zwischen den beiden Läufen konnte jede Gruppe in einer Bonusdisziplin beim Dosenwerfen mit Schneebällen reduzieren.
Neues Maskottchen und einige Verletzte
Ein Novum war bei der diesjährigen Skifreizeit die allgegenwärtige Anwesenheit des neuen Maskottchens der Ski- und Wanderabteilung: „Goatfried“, eine Kuscheltier- Ziege, die die verschiedenen Gruppen täglich auf die Piste begleitete und für viele Fotomotive in Szene gesetzt wurde.
Der Wermutstropfen der Skifreizeit war dieses Jahr gewiss die hohe Quote an Verletzungen: Die anspruchsvollen Pistenverhältnisse forderten mit mehreren Stürzen und verdrehten Knien zu Anfang leider täglich neue Opfer. Aber die Betroffenen ertrugen ihr Schicksal tapfer und vertrieben sich die Zeit außerhalb der Piste durch Unterstützung der Gruppen bei der Zubereitung des gemeinsamen Mittagsessens sowie – je nach Anzahl der aktuell Verletzten – mit Skat- oder Doppelkopfrunden. An dieser Stelle sei allen Verletzten schnelle und gute Genesung gewünscht.
Viel Schnee und eine große Gemeinschaft
Der tagelang anhaltende Schneefall machte dann auch den Abreisetag zu einem kleinen Abenteuer. Die Fahrt ins Tal bis zur Autobahn war ohne Schneeketten nicht möglich, und so wurde am Vorabend kurzerhand eine „Schneeketten AG“ ins Leben gerufen, um kollektiv die Fahrzeuge für die Straßenverhältnisse zu rüsten und sich gegebenenfalls beim Montieren der Schneeketten gegenseitig zu unterstützen. Insgesamt ist die große Solidarität und gegenseitige Hilfsbereitschaft innerhalb der Gruppe zu erwähnen, egal ob beim Anschieben von Autos am Hang auf glattem Untergrund, der pünktlichen Abholung von Kindern aus der Skischule oder verletzungsbedingt nach einem Besuch beim Arzt. Dieses starke Miteinander und Wir-Gefühl war die ganze Woche über deutlich zu spüren, nicht nur auf der Piste oder bei der Mittagsverpflegung, sondern auch abends beim geselligen Beisammensein in der Lobby des Apartment-Komplexes, beim Rodel- und Après-Ski-Nachmittag im Freien oder beim gemeinsamen traditionellen Abschlussessen in der Pizzeria „Don Camillo“.
Die Skifreizeit bot aber auch zu nahezu jeder Tages- und Nachtzeit viele Gelegenheiten, sich zu treffen oder Zeit miteinander zu verbringen, entweder beim morgendlichen Brötchenholen an der Rezeption, in der Sauna oder Skifreizeit des TuS im französischen Valloire Skifahren beim TuS: Neues Maskottchen „Goatfried“ – Viel Schnee am Abreisetag – Florian Maurer berichtet im Schwimmbad des hauseigenen Wellness-Bereiches, gleich nebenan beim Skiverleih oder privat in kleinen Gruppen in den Appartements. Dass in die Woche der Skifreizeit auch noch vier Geburtstage fielen und Anlass zum Feiern boten, trug zusätzlich zur ausgelassenen Stimmung und Atmosphäre innerhalb der Gruppe bei. Die soziale Vernetzung innerhalb der Teilnehmer fand auch intensiv auf digitaler Ebene statt. Verschiedene Messenger-Dienste halfen bei der Absprache von Treffpunkten und Uhrzeiten, sowie beim Austausch von Bildern, Videos, Adressen und anderen nützlichen Informationen. Besonderer Beliebtheit erfreute sich dieses Jahr auch eine App, mit der die individuellen Abfahrten per GPS aufgezeichnet werden konnten. Durch diese Art der Dokumentation fehlte es bei keiner Gelegenheit an Themen über gefahrene Kilometer, Höchstgeschwindigkeiten und anderen Kennzahlen der Tagesleistung.
Januar 2026
Dr. Florian Maurer



