Erste Mannschaft unterliegt ersatzgeschwächt dem OFC - Heimniederlage trotz starker Leistung und Moral

TuS Griesheim – OFC Kickers Handball 27:32 (14:14)

Colin Schupp, Marvin Busch, Joschua Lugert, Max Löffler, Tim Schneider, Leon Metzger, Alexander Stutz, Leon Winn, Luke Bormet und Luke Sabel – was nach einer mehr als ordentlichen Oberliga-Truppe aussieht, ist vielmehr die immer länger werdende Liste der Ausfälle der Griesheimer Handballer. Da auch eine kurzfristige Spielverlegung an fehlenden Ausweichterminen und der geringen Kompromissbereitschaft des Gegners scheiterte, standen viele Namen auf dem Spielbericht, die dort lange nicht mehr zu lesen waren oder gar erstmals in der ersten Mannschaft auftauchten.

„Wir wissen um die prekäre Situation und haben das Motto ‚Jetzt erst recht‘ ausgerufen“, so die sportliche Leitung vor dem Spiel. Eine schwierige Aufgabe für das Trainerteam Friedrich/Senßfelder, eine schlagkräftige Truppe aufzubieten. Einen positiven Schub sollte der unerwartet hohe Auswärtssieg im Hinspiel am Zwiebelmarkt-Wochenende geben. Das große Fragezeichen des Abends: Wie lange reichen die Kräfte der angeschlagenen Stammkräfte, die kräftig die Zähne zusammenbeißen mussten?

Allen Unwägbarkeiten zum Trotz starteten die verbliebenen Recken gut in die Partie und konnten bis zur 10. Spielminute einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen. Dies war auch Youngster Rufus Schreiner zu verdanken, der eine Parade an die andere reihte. Diese Führung konnte die Heimmannschaft bis kurz vor der Pause zwar verteidigen, aber trotz guter Chancen nicht weiter ausbauen, weil die uneingespielte Truppe zu viele Fehler in der Offensive machte und speziell im Mittelblock Abstimmung und Zugriff fehlten.

Erwähnenswert das Debüt von A-Jugendspieler Otto Wendel, der unmittelbar nach seiner Einwechslung zwei Offensivaktionen mit einem Doppelpack krönte – ein positiver Fingerzeig für die Zukunft und ein mehr als gelungener Einstand. Durch einige Wechsel kämpften sich die Offenbacher, die zwischenzeitlich nie aufsteckten, heran und glichen vor der Pause noch zum 14:14 aus.

Ein auf den ersten Blick ausgeglichenes Spiel, das Griesheim aber schon in seine Richtung hätte drehen können. Es blieb die große Frage, wie lange die Kraftreserven reichen würden. In den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Zwiebelstädter lagen durchgehend knapp in Führung, versäumten es aber, den Sack zuzumachen. Das kostete viel Kraft in der Abwehrarbeit und auch im Angriff mussten die meisten Treffer hart erarbeitet werden.

So kam es, wie es zu befürchten war: Ausgleich in der 48. Spielminute. Eine Zeitstrafe für Griesheim, die eine nicht zu schließende Lücke im Innenblock riss, nutzten die Gäste aus Offenbach und zogen in der Crunchtime davon. Auch eine Umstellung auf eine offene Deckung brachte nicht mehr die erhoffte Wende, sodass Offenbach am Ende mit 27:32 gewann.

„Eine starke kämpferische Leistung unter den personellen Umständen, die Punkte verdient gehabt hätte“, so ein enttäuschter Co-Trainer Senßfelder nach dem Spiel. „Wir sind stolz auf das Team, das über weite Strecken geführt hat und es nur versäumt hat, diesen Vorsprung zu vergrößern. Eine Niederlage, die sich richtig mies anfühlt, weil wir es lange in der eigenen Hand hatten. Dennoch meinen größten Respekt vor den Jungs!“, ergänzte ein sichtlich geknickter Sprecher Kai-Uwe Müller.

Leichter werden die Aufgaben nicht, steht doch nach der Karnevalspause das Derby-Rückspiel gegen die Dogs in Pfungstadt auf dem Plan, die sicherlich die derbe Schlappe aus dem Hinspiel wettmachen wollen. Die sportliche Leitung hofft, dass dann zumindest der ein oder andere Rückkehrer wieder zur Verfügung steht.

Für den TuS spielten und trafen: Rufus Schreiner, Julius Gehring (beide Tor), Michael Siebler, Jonas Dissinger (4), Jonas Ahrensmeier (10), Paris Sidiropoulos (2), Michael Melzer, Christoph Krick, Leonardo Posocco Maillero, Otto Wendel (2), Gregor Stockinger (1), David Dussling (1), Florian Pierz (5), Elias Hofmann

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