Kleine Hände, großer Wurf
Zukunft des Handballsports gastiert erneut in Griesheim

- 02.04.2026, 09:00
Griesheim wurde am vergangenen Sonntag einmal mehr zum Treffpunkt der jüngsten Handballgeneration im Bezirk Darmstadt. Im Auftrag des Handballbezirks richteten die TuS-Handballer erneut das traditionelle Finale der Handball-Minis aus – ein Ereignis, das längst weit über ein gewöhnliches Jugendturnier hinausgeht. Was sich auf dem Papier nach einem sportlichen Vormittag anhört, entpuppte sich auch in diesem Jahr als lebendiges Familienfest, das Sport, Gemeinschaft und Ehrenamt auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.
Insgesamt 23 Mannschaften mit rund 250 Kindern fanden den Weg in die Halle nach Griesheim. Gemeinsam mit Eltern, Geschwistern und Großeltern verwandelten sie die Veranstaltung in ein buntes Gewusel aus Begeisterung, Teamgeist und kindlicher Spielfreude. Für die Organisatoren bedeutete dies eine logistische Mammutaufgabe: Verpflegung, Spielbetrieb, Unterhaltung und Sicherheit mussten Hand in Hand funktionieren, damit sich alle Gäste willkommen fühlen konnten.
Dass dies reibungslos gelang, war vor allem dem engagierten Organisationsteam rund um Ronald Bausch und Marius Meyer zu verdanken. Unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern aus Verein, Elternschaft und Freundeskreis entstand ein Rahmenprogramm, das den sportlichen Gedanken weit über das Spielfeld hinaus erlebbar machte. Mit der Jugendfeuerwehr und der örtlichen Polizei konnten zudem starke Partner gewonnen werden, die mit Informationsständen und Mitmachaktionen für zusätzliche Abwechslung sorgten.
Neben den Handballspielen warteten zahlreiche Attraktionen auf die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Ein Kinder-Rodeo sorgte für ausgelassene Stimmung, ein eigens eingerichtetes Kino bot kleine Verschnaufpausen zwischen den Spielen, und die beliebten Wurfspiele ermöglichten den Minis, ihre ersten handballerischen Fähigkeiten spielerisch auszuprobieren. Überall war zu spüren, dass hier nicht Leistung, sondern Freude an Bewegung und Gemeinschaft im Mittelpunkt stand.
Auch kulinarisch ließ die Veranstaltung kaum Wünsche offen. Während sich die Gäste bei Bratwurst und Pommes stärkten, lockte ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit selbst gebackenen Spezialitäten. Frisch zubereitete Crêpes, Zuckerwatte, Kaffee und kühle Getränke rundeten das Angebot ab und machten die Halle zu einem Ort, an dem man gerne verweilte – selbst lange nach dem eigenen Spiel.
„Ein Event dieser Größenordnung ist natürlich nur möglich, wenn ein starkes Team dahintersteht“, betonte Organisationsleiter Ronald Bausch nach Abschluss des Turniers. „Viele Helferinnen und Helfer haben über mehrere Tage hinweg ihre Freizeit eingebracht – sei es bei der Organisation, im Verkauf oder beim Auf- und Abbau. Ohne dieses Engagement wäre eine solche Veranstaltung schlicht nicht machbar. Wir haben wirklich mobilisiert, was ging.“
Dass sich dieser Einsatz gelohnt hatte, zeigte das durchweg positive Feedback von Familien, Gästen und Trainern. Strahlende Kinderaugen, volle Zuschauerränge und eine entspannte, familiäre Atmosphäre bestätigten die Verantwortlichen in ihrer Arbeit. Bei der abschließenden Siegerehrung hob Abteilungsmanager Kai Uwe Müller die Bedeutung der Nachwuchsarbeit besonders hervor.
„Bei so vielen Kindern müssen wir uns um die Zukunft des Handballs im Bezirk Darmstadt keine Sorgen machen“, erklärte Müller. „Jetzt liegt es an den Vereinen, diese breite Basis weiterzuentwickeln. Der heutige Tag zeigt eindrucksvoll, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Diese Kinder verdienen Förderung – und wenn viele gemeinsam anpacken, ist noch deutlich mehr möglich.“
Ganz bewusst stand dabei nicht das sportliche Ergebnis im Vordergrund. In der Altersklasse der Minis werden keine Tore gezählt, keine Tabellen geführt und keine Verlierer gekürt. Stattdessen ging es um erste Spielerfahrungen, Fairness und Begeisterung für den Mannschaftssport. So endete das Turnier ganz im Sinne der jüngsten Handballer: mit ausschließlich Gewinnern.
Als sich am frühen Nachmittag die Halle langsam leerte und die Kinder mit stolz geschwellter Brust, einer Urkunde und ihrem neuen T-Shirt den Heimweg antraten, blieb bei allen Beteiligten ein Gefühl großer Zufriedenheit zurück. Der organisatorische Aufwand, die vielen Stunden Vorbereitung und die intensive Zusammenarbeit zahlreicher Ehrenamtlicher hatten sich erneut ausgezahlt.
Denn am Ende wurde einmal mehr deutlich, worum es bei solchen Veranstaltungen wirklich geht: um Gemeinschaft, um gelebtes Ehrenamt – und vor allem um das schönste Ergebnis des Sports überhaupt: glückliche Kinder, die mit leuchtenden Augen ihre ersten Schritte im Handballsport gehen.











