Reifeprüfung am Felsenkeller: Zwodd bezwingt erstarkte Büttelborner

TuS Griesheim II vs. TV Büttelborn 32:29 (15:14)

Der Felsenkeller erlebte am Wochenende eine Partie, die weit mehr war als eine bloße Pflichtaufgabe. Als der TuS Griesheim II in der Bezirksliga Darmstadt die zweite Mannschaft aus Büttelborn empfing, lag der deutliche 13-Tore-Erfolg aus dem Hinspiel noch in der Erinnerung – doch früh war spürbar, dass sich dieses Kräfteverhältnis an diesem Abend nicht in gleicher Deutlichkeit wiederholen würde. Zu stabil und formverbessert waren die Auftritte der Gäste im weiteren Saisonverlauf gewesen, zu wachsam die Gastgeber angesichts dieser Entwicklung.

Hinzu kam eine personelle Herausforderung, die den Griesheimern von Beginn an Anpassungsfähigkeit abverlangte: Ohne den etatmäßigen Kreisläufer Mika Gläser musste die Mannschaft improvisieren. Janik Matzel, Puja Karsazy sowie A-Jugend-Spieler und Aktivendebütant Marten Haltrich übernahmen diese Rolle jedoch mit bemerkenswerter Disziplin und Einsatzbereitschaft und fügten sich nahtlos in das Spielgefüge ein.

Die Anfangsphase entwickelte sich folgerichtig zu einem Duell auf Augenhöhe. Griesheim agierte engagiert, tat sich jedoch insbesondere im Positionsangriff und im Abschluss gegen die kompakt verteidigenden Büttelborner schwer. Immer wieder fehlte im letzten Moment die Präzision, während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten und das Spiel offen hielten. In dieser Phase war es vor allem Konstantin Stutz, der Verantwortung übernahm und mit wichtigen Treffern aus dem Rückraum Stabilität ins Offensivspiel brachte. Seine sicheren Distanzwürfe verhinderten, dass die Partie früh zu kippen drohte.

Mit einem knappen 15:14 zur Halbzeit blieb die Begegnung vollkommen in der Schwebe – ein Spiel, das von Intensität, taktischer Disziplin und kleinen Details geprägt war. Erst im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte gelang es den Hausherren, ihre spielerische Linie konsequenter durchzusetzen. Ab der 45. Minute zeichnete sich ein leichter, aber entscheidender Vorteil für den TuS ab.

Trainer Sakib Omerovic bewies dabei ein feines Gespür für die Dynamik der Partie und rotierte klug durch den Kader, sodass alle Akteure wertvolle Spielanteile sammeln konnten, ohne dass der Spielfluss darunter litt. Parallel dazu gewann die Defensive zunehmend an Stabilität. Die Abwehr stand kompakter, arbeitete geschlossen im Verbund und zwang die Büttelborner immer wieder ins passive Spiel. Entscheidende Paraden im richtigen Moment unterstrichen diese defensive Reife und festigten die Führung.

In der Schlussphase zeigte Griesheim schließlich die nötige Abgeklärtheit, um das enge Spiel souverän über die Zeit zu bringen. Mit einem verdienten 32:29-Erfolg behauptete der TuS Griesheim II nicht nur seine Heimstärke im Felsenkeller, sondern unterstrich zugleich seine Konstanz in einer zunehmend ausgeglichenen Liga.

Der Lohn dieser geschlossenen Mannschaftsleistung ist beachtlich: Ligaweit weist der TuS aktuell die wenigsten Minuspunkte auf und festigt damit seine Rolle als ernstzunehmender Spitzenkandidat.

Bereits am Samstag, den 28. Februar, wartet die nächste Bewährungsprobe. Auswärts bei der zweiten Mannschaft der SG Arheilgen steht ein richtungsweisendes Duell an – eines, das im weiteren Saisonverlauf maßgeblichen Einfluss auf die Tabellenspitze der Bezirksliga Darmstadt haben dürfte.

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